Von Kamasutra bis Korophilie...

SEX-LEXIKON

Anfangsbuchstabe K

Kamasutra

Das Kamasutra (Sanskrit: कामसूत्र kāmasūtra = Verse des Verlangens) ist ein altes indisches Lehrbuch zur Sexualität, das vermutlich zwischen 200 und 300 n. Chr. von Vatsyayana Mallanaga verfasst wurde. Über sein Leben liegen ansonsten keine weiteren Kentnisse vor. Im Kamasutra geht es wie auch im indischen Tantra um eine Transformation der Sexualität auf eine höhere Ebend. Neben über 60 Darstellungen zu verschiedenen Sexualstellungen behandelt es auch verschiedene Kusstechniken und arten von Bissspuren. Ferner widmet es sich auch dem "Schlagen und Gebrauch wollüstiger Laute".
Der Autor bezieht sich in seinem Werk auf zum Teil nicht überlieferte Werke wesentlich älterer Autoren.
In Europa wurde das Kamasutra bekannt durch Sir Richard Francis Burton, der eine Übersetzung aus dem Sanskrit im Jahr 1883 in Englische veröffentlichte, wobei die Zensur der damaligen Zeit trickreich umgangen wurde. !897 wurde das Werk dann auch vollständig ins Deutsche übersetzt und mit Kommentaren von Yashodhara veröffentlicht.

Inhaltlich umfasst das Buch folgende Kapitel :

Erstes Buch: Allgemeiner Teil (Sadharana)
Zweites Buch: Über den Liebesgenuß (Samprayogika)
Drittes Buch: Über den Verkehr mit Mädchen (Kanyasamprayuktata)
Viertes Buch: Über die verheirateten Frauen (Bharyadhikarika)
Fünftes Buch: Über die fremden Frauen (Paradika)
Sechstes Buch: Über die Hetären (Vaisika)
Siebtes Buch: Die Upanisad (Geheimlehre)

Entsprechend der Größe ihrer Genitalien unterteilt das Kamasutra Männer und Frauen in drei Kategorien. Bei Männern sind das Hase, Sier und Hengst, bei Frauen Gazelle, Stute und Elefantenkuh. Erst in der Optimalen Verbindung, so das Kamasutra, erreichen die Paare ihren höchsten erotischen Genuß.

Siehe auch -> Tantra, Carezza

Kastration

Die Kastration stellt eine Verstümmelung des Geschlechtsteils dar und ist sowohl bei Frauen wie bei Männern anzutreffen. Bei Männern dient es dem Zweck der Schaffung von Eunuchen, wobei Der Hodensack und bzw. oder das Glied vollständig entfernt werde, bei Frauen dient es eher religiösen Zwecken wobei hier die Klitoris entfernt wird.In jedem Fall handelt es sich um einen barbarischen Akt der Grausamkeit und fordert auch wegen unhygienischen Umständen während des Eingriffes viele Todesopfer.

Siehe auch -> Beschneidung, Eunuch

Klitoris 

Der Begriff kommt vom griechischen Wort kleitoris und bedeutet kleiner Hügel und bezeichnet einen besonders stark von Nervenbahnen durchzogenen Punkt innerhalb der Scheide der Frau. Der äußere, sichtbare Teil der Klitoris ist etwa Erbsengroß und befindet sich in einer Hautfalte über der Scheide, zwischen den beiden Schamlippen. Sie ist neben dem G-Punkt eins der Lustzentren der Frau. Unter der Haut gehören noch Schwellkörper und weitere Nervenbahnen zum Gesamtkomplex der Klitoris. Entsprechend einer männlichen Erektion weden auch diese Schwellkörper nach äusserer Stimulation stärker Durchblutet, was zu einem Anschwellen führt. Durch das Anschwellen wird beim Geschlechtsverkehr eine mechanische Übertragung der Bewegung des Penis in der Scheide auf die Klitoris gewährleistet, so dass selbst wenn der Penis die Klitoris nicht direkt berührt, diese durch den Sexualakt dennoch stimuliert wird. Die Klitoriserbse besitzt bis zu 8000 Nerven und Sinneszellen, welche diese Stimulation dann an das Gehirn weitersenden.
Frauen sind unterschiedlich Empfindsam bei Berührung und Stimulation der Klitoris. Bei manchen genügt sehr sanftes Streicheln, um einen Orgasmus auszulösen, andere hingegen erlangen erst bei intensivem Reiben den vollständigen Lustgenuss.
In seltenen Fällen kann eine zu große Klitorisvorhaut der Berührungsreiz schlechter an die Klitoris übertragen werden, was in diesen Fällen dann einer stärkeren Stimulation bedarf.

Von einem Klitorispiecing ist Abzuraten, da hier sehr viele Nervenenden zusammenkommen und diese dabei irreversibel geschädigt werden können und nur wenige Piercer über genügend Fachkentniss verfügen, ein solches Piercing zu stechen. Selbst bei erfahrenen Piercern kann es zu Komplikationen kommen, da jeder Körper anders ist und die Nervenbahnen nicht immer an denselbern Stellen liegen. Gefahrloser ist dagegen ein Piercing der Klitorisvorhaut.

Koitus interruptus 

Der Koitus interruptus stellt eine Art der Verhütung dar, die mit als am Unsichersten gilt und daraus besteht, dass der Man kurz vor dem Samenerguss seinen Penis aus der Scheide der Frau hinauszieht. Zum einen stellt er keine Sichere Methode dar, weil auch schon vor dem Samenerguss, im sogenannten "Lusttropfen" ( siehe -> Präejakulat ) schon Spermien enthalten sein können, oder der letzte Geschlechtsverkehr so kurz her ist, dass sich am Penis noch lebendige Spermien befinden können.

Davon abgesehen stellt der Koitus interruptus gegenüber Sexuell übertragbaren Krankheiten absolut keinen Schutz dar.

Kokotte

Besondere Variante der Hure, oder Prostituierten. Der Begriff stammt aus dem 19. Jhdt und bezeichnet eine Prostituierte, die sich eher in der gesellschaftlichen Oberwelt aufhielt. Diese Edel-Dirnen gaben stark acht auf ihr äußeres Erscheinungsbild und waren in der Oberschicht bei wohlhabenden Männern sehr begehrt. Der Name leitet sich vom französischen Wort "cocotte" für Hühnchen ab.

siehe auch -> Prostitution

 

Korophilie 

Korophilie bezeichnet die Neigung heterosexueller Männer, die sich ausschließlich zu sehr jungen Mädchen hingezogen fühlen. Diese Männer versuchen oft, Mädchen durch Geschenke und / oder Geld an sich zu binden, treten ihnen gegenüber oft als sogenannte "Sugar Daddys" auf. Korophile Neigungen werden auch häufig bei älteren, homosexuellen Frauen beobachtet.