Von Vagina bis Voyeurismus...

SEX-LEXIKON

Anfangsbuchstabe V

Hier haben wir für euch ein Lexikon der besonderen Art angelegt!

 

Du willst wissen, was Carezza oder was eine Kokotte ist?

Hier werden alle Begriffe aus dem Bereich der Sexualität genau erklärt. Einfach mal durchstöbern und neues lernen ;-).

 

Allerdings wird hier alles "schonungslos" erklärt, egal ob wir (persönlich) es gut finden oder eben nicht!

 

Dieses Sex-Lexikon dient lediglich der Aufklärung - es darf keinesfalls als Empfehlung oder gar Aufforderung missverstanden werden!

 

Wir übernehmen auch keinerlei Verantwortung für ggf. Schäden oder Verletzungen die aus z.B. der Erprobung verschiedener hier beschriebener Praktiken entstehen!

Sowie ggf. medizinische Informationen hier nur als "oberflächliche" Infoquelle betrachtet werden dürfen und keinesfalls einen Arztbesuch ersetzen sollen!

Vagina (mittellateinisch vāgīna ‚Scheide‘ im Sinne von „Behälter für eine Klinge“)

...auch Scheide im deutschen genannt ist ein Geschlechtsorgan weiblicher Säugetiere und somit auch der Frau. Sie befindet sich zwischen der Vulva und der Gebärmutter und dient neben der Aufnahme des Penis beim Geschlechtsverkehr auch als Geburtskanal zum Durchlass des noch ungeborenen Kindes aus der Gebärmutter. Umgangssprachlich bezeichnet man auch den äußeren sichtbaren Teil der Vulva als Scheide, was jedoch falsch ist.

Dier Scheide besteht aus muskulösem Bindegewebe und ist sehr dehnbar, wodurch der Austritt des Kindes aus der Gebärmutter gewährleistet werden kann. Am äußeren Ende der Scheide befindet sich das sogenannte Jungfernhäutchen. Durch das muskulöse Gewebe der Scheide ist es der Frau möglich, dieses durch Erlernen zu straffen, wodurch sie beim Geschlechtsverkehr von der Frau enger gespannt werden kann, was dem Mann eine Steigerung der Lust durch verstärkte Enge bereiten kann.

Während im inneren der Scheide normalerweise ein eher saures Millieu vorherrscht, was Keimen von aussen daran hindern soll, durch sie bis zur Gebärmutter vorzudringen, wird während des Geschlechtsverkehrs durch Drüsen ein Sekret abgesondert, was den pH-Wert neutralisiert. Damit ist es den im Sperma enthaltenen Spermien möglich, gefahrlos bis zur Gebärmutter und darüberhinaus zu gelangen.

Zusätzlich dient dieses Sekret dazu, dem Penis das Eindringen in die Scheide zu erleichtern, da es wie eine Art Schmierfilm wirkt, ähnlich dem sogenanntem Lusttropfen des Mannes.
Die Stimulation der Vagina bewirkt einen Orgasmus wobei umstritten ist, ob es dabei durch alleinige Stimulation der Vagina geschieht, da diese bis auf den sogenannten G-Punkt relativ nervenarm ist und die Bewegung des Penis in der Vagina ebenso die Klitoris stimuliert.
Der G-Punkt befindet sich etwa drei bis vier Zentimeter oberhalb des Vorderen Scheideneinganges und ist durch die Konzentration an Nervenenden besonders leicht stimulierbar.

Während der Geburt wird die Vagina zu einem Teil des Geburtskanales für das Kind. Dabei kommt es zu den durch Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur ausgelösten Wehen und zur Öffnung des Muttermundes und des Geburtskanales und einer Erweichung des Vaginalgewebes, was eine Dehnung während des Geburtsvorganges möglich macht. Wird das Gewebe während der Geburt sehr stark beansprucht, kann es zu einem Dammriß kommen, der nach der Geburt operativ operativ wieder geschlossen werden kann. Ist das Gewebe nicht weit genug dehnbar, kann auch ein künstlicher Dammschnitt die Öffnung vergrößern.

 

Verhütung

Die Verhütung ist eine wichtige Methode um während des Geschlechtsverkehrs zum einen einer Schwangerschaft vorzubeugen, oder um sich dabei vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen. Während zum Beispiel Kondome vor beidem Schützen, da es ein Eindringen des Spermas und somit auch in ihm enthaltener Krankheitskeime in die Scheide verhindet, schützen zum Beispiel die Anti-Baby-Pille lediglich vor einer Schwangerschaft, da diese in den Monatszyklus der Frau eingreift und so einer Befruchtung der Eizelle durch eingetretenes Sperma vorgreift. Mittel zur rein biologischen Verhütung sind die Pille, die Drei-Monats-Spritze, der Vaginalring, Verhütungsstäbchen, Hormonpflaster oder die Pille danach. Diese wirken alle auf hormoneller Basis und greifen in den bioliogischen Zyklus der Frau ein.

Darüberhinaus gibt es chemische Varianten der Empfängnisverhütung, wie zum Beispiel die Spirale, bei der Kupferionen, die durch dieeingesetzte Spirale die Spermien des Mannes im Körper der Frau abtöten sollen. Auch kommen Salben, Gele oder Zäpfchen zum Einsatz, die die in die Vagina abgegebenen Spermien des Mannes abtöten sollen, bevor diese die Eizelle erreichen und so diese befruchten können.

Ein weiterer mechanischer Schutz ist das Scheidenpessar, welches die Frau vor dem Geschlechtsverkehr in ihrer Scheide vor dem Muttermund platziert, was ebenfalls das Eindringen der Spermien von der Vagina in die Gebärmutter verhindern soll.

Eine sehr unsichere Methode ist es, auf die unfruchtbaren Tage während des Monatszyklus zu hoffen, da diese sehr variabel sein können und es somit relativ schnell zu einer ungewolltren Schwangerschaft kommen kann.

Ebenso unsicher ist der sogenannte Coitus interruptus, bei der der Mann kurz vor seinem Orgasmus seinen Penis aus der Scheide der Frau zieht und der Samenerguss ausserhalb dieser stattfinden soll. Das problem daran ist, dass auch im Präejakulat schon Spermien enthalten sein können, die auch zu einer Schwangerschaft führen können.

 

Die wahrscheinlich sichersten Methoden sind operative Eingriffe, bei denen entweder die Samenleiter des Mannes durchtrennt werden, womit gar keine Spermien mehr im Sperma befindlich sind, oder die sterilisation der Frau, bei der die Eileiter der Frau durchtrennt werden. in beiden Fällen ist die Befruchtung quasi unmöglich, jedoch sind diese Methoden im Prinzip unumkehrbar, womit die Fruchtbarkeit dauerhaft unterbunden ist.

 

Vibrator (lat. vibrare, „zittern, beben, schwingen“)

Der Vibrator ist ein Sexspielzeug, ähnlich dem Dildo, der jedoch zusätzlich im inneren mit einem Motor ausgestattet ist, an dessen Welle eine Unwucht angebracht ist, damit er darüber in Schwingungen versetzt werden kann um dadurch die erogenen Zonen zu erregen. Ursprünglich gegen die sogenannte "weibliche Hysterie" entwickelt, wird er heutzutage als Masturbationshilfe und im sexuellen Partnerspiel verwendet. Obwohl die Mehrzahl der Vibratoren für die sexuelle Erregung von Frauen konzipiert werden, können diese ebenso von Männern benutzt werden. Allerdings gibt es auch Vibratoren, die speziell für Männer angeboten werden.

Es gibt auch Vibratoren, die speziell für bestimmte Regionen des Körpers, wie beispielsweise Brust oder Anus konzipiert werden.

Mittlerweile werden auch Vibratoren angeboten, die sich über Smartphones ansteuern lassen und nicht nur einfach rhytmisch vibrieren, sondern über chipgesteuerte Programme verfügen und somit komplexe Vibrationsmuster erzeugen.

Für Männer werden sogar neben anusstimulierenden Vibratoren auch solche angeboten, die von der Form und Funktion her einer Vagina nachempfunden wurden. Solche Vibratoren umschließen und stimulieren dann die Eichel des in sie eingeführten Penis und sind in der Lage, durch programmierbare variable Vibrationen, eine sexuelle Erregung zu bewirken, die beim Mann einen Orgasmus auslösen können.

Jedoch ist Vorsicht bei Verwendung von Vibratoren geboten, da schätzungsweise etwa 80 % der angebotenen Erotikartikel gesetzeswiedrig vertrieben werden, da diese zum Teil mangelhaft produziert sind, schwer verständliche Betriebsanleitungen und gefälschte CE-Zeichen beinhalten, wenn letztere nicht sogar komplett fehlen.

Die Wirkung der Vibrationen zielt auf Stimulation der Bewegungsrezeptoren der Haut ab, wobei diese eine Schwingung von einem bis etwa 1000 Hz wahrnehmen können.

 

Neben der rein sexuellen Anwendung kommen Vibratoren auch in der klassischen Haut- und Muskelmassage zum Einsatz und können zur Behandlung von Cellulite genutzt werden

 

Voyeurismus (fr. voir für „sehen“ und voyeur für „Seher“)

Hierbei handelt es sich um einer Form der Sexualität, die rein durch das Betrachten nackter oder sich entkleidender Personen praktiziert wird. Man bezeichnet Menschen, die dieses tun als Voyeur oder umgangssprachlich auch als Spanner. Voyeure erlangen im engeren Sinne durch heimliches Betrachten anderer Personen sexuelle Erregung, während diese sich ausziehen, nackt sind, oder wenn zwei Personen Geschlechtsverkehr haben.

Wissen jedoch Betrachter und ein Paar während des Geschlechtsaktes voneinander, so spricht man vom Candaulismus.

 

Ferner unterscheidet man zwischen heimlichem und allgemeinem Voyeurismus, wobei mit letzterem allgemein das Betrachten nackter Körper gemeint ist. Dieser wird in der Regel in sogenannten Peep-Shows und beim Striptease betrieben. Ebenso fällt Pornographie unter diese Begrifflichkeit.

 

Nach einer kanadischen Studie betrachten etwa 70% der Männer und etwa 40% der Frauen andere Pärchen beim Sex, was zeigt, dass es sich beim Voyeurismus um ein allgemein weit verbreitetes Verhalten Handelt.

 

Eine Sonderform des Voyeurismus ist das sogenannte "Gaffen" , bei dem Schaulustige bishin die Arbeit von Rettungsarbeiten bei Unfällen oder Naturkatastrophen behindern, während sie diese aus zum Teil sehr geringer Distanz zu betrachten versuchen.

 

 

Siehe --> Exhibitionismus, Candaulismus